Konsequenzen

Die Errichtung von Windrädern bringen Konsequenzen mit sich.

 

Grundsätzliches

Die Errichtung von Windrädern, insbesondere ganzer Windindustriegebiete haben Konsequenzen auf alles, was vorher an dieser Stelle war und was sich in der näheren und sogar weiteren Umgebung der Windräder befindet.


Aspekte

Nachfolgend wird auf einige aber wichtige dieser Konsequenzen gezielt eingegangen:

 

1. Landschaftszerstörung

In idyllischer Landschaft liegt der Harsebruch inmitten von Feldern, kleinen Wäldern und einem ehemaligen Seitenarm der Oker (Solriethe). Hier sollen nun 15 Windkrafträder errichtet werden. Mit 180 Metern Gesamthöhe gehören die geplanten Windräder mit zu den höchsten der Welt. Zum Vergleich: Der Kölner Dom ist 154 Meter hoch.
Die Windkrafträder müssen aufgrund ihrer enormen Höhe besonders gekennzeichnet sein. Das heißt, drei ständig leuchtende und blinkende Warnfeuer, tagsüber weiß und nachts rot, werden weithin zu sehen sein (ein völlig neues Element im Landschaftsbild) und unserer Gegend einen Industriecharakter geben.
Die Aller-Oker-Aue wird an Erholungswert und Attraktivität verlieren. Das werden die hiesigen Gastwirte und Vermietern von Fremdenzimmern zu spüren bekommen. Außerdem: Werden möglicherweise weitere Windräder hinzukommen?

 

2. Unfälle

Herunterfallende und weggeschleuderte, beschädigte Teile der Rotorblätter können für Menschen und Tieren lebensgefährlich werden.
Darüber hinaus können durch Blitzschlag u.ä. schwer zu löschende Brände entstehen.

 

3. Wertminderung von Häusern und Grundstücken

Durch die verringerte Wohnqualität in der Nähe von Windkraftanlagen werden die Grundstücks- und Immobilienpreise  sinken. Die Häuser und Grundstücke lassen sich nicht mehr so leicht verkaufen, weil viele Interessenten abspringen. Zwangsläufig müssen die Verkäufer im Preis nachlassen. Und zwar gewaltig: es muss mit Preisabstrichen zwischen 20 und 30 Prozent gerechnet werden. Für die meisten Bauherren ist das genau die Summe, die als Eigenkapital in der Immobilie steckt. Das heißt, am Ende stehen viele ohne einen Cent da.
Die meisten Menschen verkaufen ihr Haus, weil sie in einer schwierigen Situation sind, wie etwa Scheidung, Arbeitslosigkeit, Umzug wegen neuer Arbeitsstelle, Umzug aus Altersgründen oder Tod eines Familienmitgliedes. Und genau in diesen Situationen wird der finanzielle Verlust durch die Windkraftanlagen besonders hart treffen und möglicherweise in den Ruin treiben. Bei einem Immobilienwert von 300 000 Euro bedeutet dies also einen Verlust von 60 000 bis 90 000 Euro.

 

4. Vertreibung aus dem Lebensraum und Vogelschlag

Landschaftsteile, in denen Windparks errichtet werden sind fast immer ein wichtiger und deshalb auch erhaltenswerter Lebensraum für zahlreiche Tier- und Vogelarten.
Im Wesentlichen sind bei Gefährdung von Tierarten im Zusammenhang mit der Windkraftnutzung folgende Risiken festzustellen:

  • Vogelschlag durch die drehenden Rotoren der Windkraftanlagen

  • Scheuchwirkung durch die Anlagen bei Errichtung und Betrieb

  • empfindliche Störung von Balz und Brut durch Lärm im näheren Umfeld der Windkraftanlagen

  • empfindliche Störung des Brutrevieres, hervorgerufen durch turbulente Strömungen der Windkraftanlagen

Die Natur in der Aller-Oker-Region wird durch die geplanten WKA sehr stark an Wert verlieren.


5. Lärm

Die Propeller drehen sich nicht lautlos im Wind, sondern mit einem monotonen Brummton, dazu mit dauernd an- und abschwellendem Heulton sowie mit einem rhythmisch, schlagartigen Geräusch, jedes mal wenn die Rotorblätter den Turm passieren.
Die Lärmbeeinträchtigung durch die WKA kann man vergleichen mit einem tropfenden Wasserhahn, den man nicht abschalten kann: das ist zwar kein lautes Geräusch, aber es ist durch seine Gleichmäßigkeit äußerst penetrant und verursacht immensen Stress. Man kann sich einem solchen Geräusch nicht entziehen. Obwohl es manchmal durch andere Geräusche übertönt wird, so ist es doch immer da und man kann sich ihm nicht entziehen. Vor allem aber, wenn es ganz ruhig ist und natürlich nachts, wenn man schlafen möchte, wird es zu einem großen Problem.Gerade in unserer ruhigen Wohngegend wird der Lärm selbst bei Einhaltung der Grenzwerte deutlich und penetrant für alle hörbar sein.


6. Infraschallbelastung

Hier geht es um tieffrequenten Schall, der im unteren menschlichen Hörbereich, bzw. im nicht mehr hörbaren Bereich liegt (unter 20 Hz). Dann empfindet man den Schall eher als "Fühlen" (wie etwa bei tiefen Bässen aus der Stereo-Anlage oder bei Baggerarbeiten in der Nachbarschaft oder Hubschrauberüberflüge).
Tieffrequente Geräusche werden, insbesondere zu Zeiten allgemeiner Ruhe wie z.B. nachts als besonders störend empfunden.
Psychomentale Störungen wie Angst, Appetitlosigkeit, Benommenheit, Ermüdung, Konzentrationsminderung, Kopfschmerz, Verminderung der Leistungsfähigkeit, Lethargie, Magenbeschwerden, Ohrendruck, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Störungen des Wohlbefindens sind ebenso Folgen von Infraschallbelastung wie alle anderen Auswirkungen von Schall und Lärm.
Infraschall kann durch Körperschall- (Übertragung durch das Erdreich, Fundamente, Wände, Decken) und Luftschallausbreitung (Übertragung durch die Luft) bis weit in die umliegenden Orte vordringen und zwar auch in die Wohnräume, wobei durch Körperschallausbreitung sogar weiter entfernt gelegene Gebäude stärkere Einwirkungen zeigen als näher gelegene.


7. Schattenwurf

Windkrafträder mit einer Höhe von 180 Metern werfen bei tief stehender Sonne mehrere Kilometer lange bewegte Schatten. Dies bewirkt einen Hell-Dunkel-Wechsel-Effekt, dem man sich nicht entziehen kann und der durch die Fenster auch in die Wohnräume gelangt. Dies wird als äußerst störend und irritierend empfunden. Besonders gilt das natürlich für den Aufenthalt im Freien. Die Wirkung ist etwa so, als ob jemand ständig das Licht an- und wieder ausmacht. Auch bei nur 30 Minuten täglich ist der Schattenwurf eine enorme Störung. Vor allem, wenn man sich nicht entziehen kann, weil man beispielsweise arbeiten muss.
Ein weiterer Aspekt: die landwirtschaftliche Nutzung ist im Schatten der Windräder nicht mehr im vollen Umfang gegeben.



8. Discoeffekt

Die Rotorblätter reflektieren am Tag das Sonnenlicht in kurzen rhythmischen Abständen, diese Reflexionen übertragen sich auf alle Flächen in der Umgebung.
Nachts wirken sich die blinkenden Positionsleuchten störend auf das Umfeld aus und leuchten in rhythmischen Abständen auf.

Quelle: diverse Quellen ohne Beschränkungen